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Autor Thema: Die eine Klage  (Gelesen 1733 mal)
Signorina
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Beiträge: 39


I'm not racist, I hate everyone!


« am: 05. April 2002 um 20:48:38 »

Die eine Klage


Wer die tiefste aller Wunden
Hat in Geist und Sinn empfunden
Bittrer Trennung Schmerz;
wer geliebt was er verlohren,
lassen muss was er erkohren,
Das geliebte Herz,

Und versteht in Lust die Trähnen
Und der Liebe ewig Sehnen
Eins in Zwei zu sein,
Eins im Andern sich zu finden,
Daß der Zweiheit Gränzen schwinden
Und des Daseins Pein.

Wer so ganz in Herz und Sinnen
Konnt' ein Wesen liebgewinnen
O! den tröstet's nicht
Daß für Freunde, die verlohren,
Neue werden neu gebohren:
Jene sind's doch nicht.

Das gliebte, süße Leben,
Dieses Nehmen und dies Geben
Wort und Sinn und Blick,
Dieses Suchen und dies Finden,
Dieses Denken und Empfinden
Gibt kein Gott zurück.

*dahinschmacht*

Karoline von Günderode
Gespeichert

Mein Hirn ist ein Schlachtfeld, mein Herz ein Schützengraben, Gnade das Wort kenn ich nicht - Ich bin im Krieg mit mir selbst
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